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Nexdes Heimschbiel

 

Samstag, 17. Oktober

 

13.00 Uhr

 

HAMBURGER SV


Erschdes

Auswärzschbiel

 

Freitag, 25. September

 

18.30 Uhr

 

ERZGEBIRGE AUE



Alle Informationen zu den Auswärtsfahrten findet Ihr auf der Seite Underwegs

 

Am Dienstag den 27.November 2012 machten sich 5 Mitglieder unseres Fan-Klubs mit ein paar Gästen auf den Weg nach Niedersachsen zum Spiel unseres Herzensvereins bei

  

HANNOVER 96

 

Eigentlich sollte die Fahrt um 10 Uhr beginnen, aber unsere beiden Chauffeure aus der Oberpfalz ließen die 13 Aufrechten fast 20 Minuten im Sprühregen warten. Als sie endlich eintrafen, waren die Plätze - zwei für jeden Passsagier - schnell verteilt und unser Bus setzte sich in Bewegung.

Angesichts der 450 Kilometer weiten Anfahrt und des späten Spielbeginns war klar, dass es eine lange Fahrt werden würde. Also wurde angedacht, es so lange wie möglich bei Wasser, Kaffee und Saft zu belassen.

Fatalerweise kam aber einer der Mitreisenden kurz nach der Einfahrt auf den Frankenschnellweg auf die Idee, seinen gepanschten Schnaps einer Geruchsprobe zu unterziehen. Beim Öffnen des Schraubverschlusses bemerkte er, dass die Blechflasche nass war; entsetzt stammelte er etwas von "Kondenswasser".

War es natürlich nicht, der Geruch belehrte uns schnell eines Besseren. Um den Teppichboden vor Verun- reinigung zu schützen, musste was geschehen und zwar schnell. Ein paar Mutige opferten sich und kurz vor dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen war der schädliche Inhalt des leckgeschlagenen Flachmanns vernichtet. Mit welcher Art von Kaltgetränken die weitere Fahrt vor sich ging, muss hier sicherlich nicht extra erwähnt werden.

Nach einer guten Stunde flotter Fahrt mit relativ wenig Verkehr, grüßten bei Schweinfurt die beiden mächtigen Wasserdampfsäulen der Kühltürme des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld herüber.

Am Autobahndreieck Werneck wechselten wir auf die A7 Richtung Norden, an Hammelburg vorbei, durch die Rhön, als eine Pause gewünscht wurde. Durch leichte Verständigungsprobleme zwischen Fahrer und hinterstem Fahrgast über den Unterschied "in anner Värddlschdund oddä glei" und "fuchzä Minuddn langa a" passierten wir unter schallendem Gelächter den Rasthof Rhön. Eine viertel Stunde später erreichten wir die Raststätte Uttrichshausen, wo wir eine 20-minütige Multifunktionspause einlegten. Die Fahrt ging weiter, an Fulda vorbei und am Dreieck Hattenbach hatten wir etwa die Hälfte der Strecke geschafft.

Der weitere Verlauf der Autobahn 7 führte uns am Rande des Knüllgebirges entlang, zu den Kasseler Bergen. Und hier stieß der 26-Sitzer an seine Grenzen, sogar der ein oder andere Lkw überholte uns. Aber egal, nerviger waren die vielen Brücken-baustellen, die uns immer wieder ausbremsten. Ab Göttingen mutierte die Schnellstraße zur Rüttelstrecke und somit wurden wir die letzten knapp 100 Kilometer übelst durchgeschüttelt. Nach einer kurzen Pause am Rasthof Hildesheimer Börde verließen wir bald darauf am Dreieck Hannover Süd die A7 und stürzten uns gezwungenermaßen in den einsetzenden Berufsverkehr.

Gegen 16.30 Uhr waren wir durch und unser Midi-Bus-Lenker Thorsten ließ uns mitten in der niedersächsischen Landes-hauptstadt aussteigen, es war ja noch genügend Zeit für einen Bummel durch den heute eröffneten Weihnachtsmarkt.

Unsere kleine Reisegruppe wurde natürlich überall sofort als Fürth-Fans erkannt und sehr freundlich begrüßt. Eine angenehme Atmosphäre, die in manch anderen Regionen nicht so selbstverständlich ist. Logisch ließen wir uns so manchen Imbiss schmecken und natürlich durfte auch ein Glühwein "mit Geschmack" nicht fehlen.

Nach zwei Stunden waren unsere Fahrer - überraschenderweise pünktlich - am vereinbarten Treffpunkt, um uns ans Niedersachsenstadion, das jetzt AWD-Arena heißt, zu bringen. Trotz, oder gerade wegen der desorientierten Einweiser dauerte es einige Zeit, bis wir den Parkplatz fanden. Auf dem Weg zum Gästeeingang war bei einsetzenden Regen und im Halbdunkel höchste Konzentration gefordert, denn die Ausscheidungen der vierbeinigen Gefährten der Staatsmacht zwangen uns zum Slalom laufen. Trotz der völlig übertriebenen Einlasskontrollen, ließen wir uns die gute Laune nicht verderben.

Zum Spiel: Nach gerade mal vier Minuten wurden unsere Innenverteidiger mit einen simplen Doppelpass ausgespielt und es stand 1:0 für den Gastgeber. Unsere Jungs ließen sich aber nicht entmutigen und hielten tapfer dagegen. In der 23. Minute hielten die etwa 200 Schlachtenbummler den Atem an, als Asa ganz alleine auf den gegnerischen Torhüter zulief, aber wieder mal versagten ihm die Nerven.

Vor über 32000 Zuschauern erkämpfte sich unser Team sogar eine leichte Überlegenheit und eine Handvoll Torchancen, die aber allesamt versemmelt wurden. Und es kam wie es kommen mußte, die 69. Spielminute brachte nach einem Freistoß in Höhe der Eckfahne und den darauf folgenden Kopfball das 2:0 und die nächste unnötige Niederlage war besiegelt. In den letzten 20 Minuten waren beide Mannschaften bemüht, aber es tat sich nicht mehr viel. Nach dem Schlusspfiff des unauffällig leitenden Schwarzkittels in Blau, trabten wir etwas betrübt zum Parkplatz.

Unsere Busfahrer warteten bereits abfahrbereit und so kamen wir ohne große Verzögerungen auf die Autobahn. Die Stimmung war, wie häufig in letzter Zeit, etwas getrübt und so zogen es die meisten vor, die Heimfahrt schlafend zu verbringen. Nur ein kurzer Stopp an der Hessischen Raststätte Großenmoor unterbrach die Kilometerfresserei.

Am Mittwoch früh um 03.25 Uhr, empfing uns unsere geliebte KLEEBLATTSTADT an der Ausfahrt Ronhof und wir beendeten eine über 17-stündige, gut 900 Kilometer lange erfolglose Auswärtsfahrt.

 

FRED                                   Bilder