Suvill woarn scho dou

 
 
 
 
 

Nexdes Heimschbiel

 

Samstag, 17. Oktober

 

13.00 Uhr

 

HAMBURGER SV


Erschdes

Auswärzschbiel

 

Freitag, 25. September

 

18.30 Uhr

 

ERZGEBIRGE AUE



Alle Informationen zu den Auswärtsfahrten findet Ihr auf der Seite Underwegs

20. Dezember 2014

 

258. Frankenderby

 

Ein Novum in der nun auch schon wieder 14-jährigen Geschichte unseres Fanklubs: wir fahren mit dem großen Reisebus zum Derby in die

                                                                            

NACHBARSTADT

4000 verkaufte Gästekarten und angekündigte penibelste Personenkontrollen veranlassten unseren Chef Donie den Fahrtbeginn auf 10 Uhr festzulegen. Natürlich ist es unser Dauerchauffeur Dosdn der aus der Oberpfalz anrückt, um uns zu dem brisanten Derby zu bringen. Schon vor der Fahrt überrascht er uns mit köstlichem Glühwein. Sein Töchterchen bringt jedem einzelnen der 40 Mitreisenden das „Heißgetränk mit viel Geschmack“.

Das dauert natürlich etwas und so kommen wir erst mit 20-minütiger Verspätung vom Laubenweg weg. Die Stimmung in der rollenden Blechkiste ist prächtig, rund 20 Minuten später stehen wir, nach einer problemlosen Anfahrt, am Gästebusparkplatz an der Großen Straße.

Geschlossen machen wir uns auf den ca. ein Kilometer langen Fußmarsch zum Gästeeingang. Viel Bullerei ist unterwegs, bei drei Grad ist es ziemlich frisch und keine Blubberer sind zu sehen. Somit entfallen auch die sonst üblichen dümmlichen Sprüche. Bei den Einlasskontrollen sind die Sicherheitskräfte sehr genau aber auch sehr freundlich.

Die Staatsmacht ist mit vielen dutzend martialisch ausgerüsteten „Turtles“ angerückt. Etliche sogar mit Plastikmundschutz, damit sie keinen beißen?

Wir wenden uns dem Imbiss zu und siehe da, es gibt außer dem üblichen Angebot sogar Schnitzel- sandwiches, Leberkässemmeln und leckere Fischbrötchen. Fast zwei Stunden sind es noch bis zum Anpfiff und gerade kommen die etwa 1500 U-Bahnfahrer an, begleitet von USK-Einheiten. Bei den Kontrollen werden zwei, ganz in schwarz gekleidete, Typen verhaftet und abgeführt. In Gesprächen mit szenekundigen Fans erfahren wir, dass sich viele Unbekannte unter die Fürther Schlachtenbummler gemischt haben, man kann sich denken warum.

Da wir der drangvollen Enge im Stehplatzblock entgehen wollen, haben wir uns für einen Sitzplatz entschieden. Nicht unbedingt die beste Wahl, denn die Sitze sind unbequem, die Reihen viel zu eng und die Sicht aufs Spielfeld nicht die beste. Leider zündeln einige Vereinsschädiger wieder mal ihre ach so geilen Rauchfeuerchen, doch zwei der Übeltäter werden diesmal erwischt. Da gibt es dann zu den nächsten Spielen wieder mal Anlass „Freiheit für die Stadionverbote“ zu skandieren.

Die Planer des ach so tollen WM-Stadions haben die Heim-„Fans“ über den Gästefans platziert, was in der Halbzeitpause natürlich zu Provokationen führt. Die Ordner am Spielfeldrand glotzen dümmlich, während ihre beiden (gleich so viele) Kollegen im Oberrang angestrengt in eine andere Richtung schauen. Ein unbeteiligter Zuschauer redet auf die Randalierer ein, die daraufhin verschwinden. Nicht weit entfernt fliegen Becher nach unten, hier aber kommen zwei Securitys hinzu und entfernen die Werfer. Inzwischen sind die ersten Provozierer mit Verstärkung wieder da und die Pöbeleien gehen weiter. Nun endlich können auch die Wegschauer vom Engelhardt das Ganze nicht mehr ignorieren und greifen ein.

Zum Spiel:

Vor über 47000 entwickelt sich, bei schneidenden Wind und beginnenden Nieselregen, kein besonders schönes Spiel, aber das war ja nicht anders zu erwarten. Unsere Jungs halten voll dagegen, doch als „Schröcki“, fünf Minuten nach der Halbzeit, mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wird, sieht es zunächst nicht mehr allzu gut aus. Aber: zu zehnt hat unsere Mannschaft noch drei gute Chancen, leider findet das Spielgerät den Weg ins gegnerische Gehäuse nicht. Die Gastgeber haben keine einzige Torchance mehr, wie die ihre letzten Spiele gewonnen haben, ist schleierhaft. Letztendlich bleibt es beim torlosen Remis.

 

Nun also der Rückweg: von Fantrennung keine Spur mehr. WEISS-GRÜN vermischt sich munter mit den anderen und nun hören wir die Sprüche, die wir vor dem Spiel vermisst haben. Dank der tapferen Polizisten, die sich in Ihre warmen Busse zurückgezogen haben, ist uns aber kein ernsthafter Zwischenfall bekannt. Natürlich ist auf der ereignislosen Heimfahrt viel Stau. Um genau 16 Uhr nach atemberaubenden 38 Kilometern erreichen wir wieder den Laubenweg in unserer geliebten KLEEBLATTSTADT.     

                                     

Frohes Fest           

 

FRED                                                                                                                              Bilder