Suvill woarn scho dou

 
 
 
 
 

Nexdes Heimschbiel

 

Samstag, 17. Oktober

 

13.00 Uhr

 

HAMBURGER SV


Erschdes

Auswärzschbiel

 

Freitag, 25. September

 

18.30 Uhr

 

ERZGEBIRGE AUE



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2. Deutsche Meisterschaft

 

13. Juni 1926

Die SpVgg Fürth wurde zum zweiten Male deutscher Meister, hatte dabei aber viel Glück. Als Dritter der Bayernliga war man eigentlich sportlich schon gescheitert, aber als süddeutscher Pokalsieger durfte man dann doch noch an der süddeutschen Endrunde teilnehmen. Dort wurde man dann hinter den Bayern Zweiter und hatte sich so Teilnahmeberechtigung an der Deutschen Fußballmeisterschaft erworben.

Die SpVgg lief dann bei der deutschen Meisterschaft zu großer Form auf - durch überzeugende Siege gegen Viktoria Forst (5:0), Breslau (4:0) und Holstein Kiel (3:1) hatte sie sich das Endspiel mit Hertha BSC Berlin in Frankfurt "erkämpft"!

 

Mehr als 40000 Zuschauer füllten am Sonntag, 13. Juni, das "junge" Frankfurter Waldstation, als kurz vor 17.00 Uhr die Endspielgegner einliefen und Schiedsrichter Spranger aus Glauchau bei Chemnitz die beiden Spielführer zur Platzwahl bat.

 

von links: Hans Hagen, Willi Ascherl, Andreas Franz, Georg Kießling, Leonhard Seiderer, Hans Kraus, Karl Auer, Ludwig Leinberger, Konrad Kleinlein, Josef Müller, vorne: Gustav Hörgreen 

Die Partie hatte anfangs wenig Linie, doch bereits in der 9. Spielminute war es passiert Der Berliner "Hanne" Sobek hatte das 1: 0 erzielt! Bestürzung bei den Fürther Aktiven - betretenes Schweigen bei den mitgereisten Fürther Schlachtenbummlern. Sollten die "Herthaner" gar einen zweiten Treffer landen...? Die Kleeblatt-Elf erkämpfte sich jedoch nun Feldvorteile und nach einem Lattenschuss des Halbrechten Franz war es in der 27. Spielminute soweit - Mittelstürmer und Kapitän Loni Seiderer erzielte den Ausgleich! 

Die Fürther Expedition jubelte und durfte dies bereits sieben Minuten später mit gleichem Temperament tun, denn Rechtsaußen Auer schoss unhaltbar für den Berliner Torwart zum 2:1 ein. Jetzt war der "Bann" gebrochen... die Ronhofer befanden sich auf der "Siegerstraße". Sie wurden dabei durch ein Eigentor des Berliner Rechtsverteidigers Domscheid sieben Minuten vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Unparteiischen unterstützt. Die "Kleeblättler" konnten also mit einem beruhigenden 3:1 in die Kabinen gehen. In der zweiten Spielhälfte war das Fürther Team ständig überlegen, doch es fiel nur noch ein Tor; das der Halblinke Ascherl erzielte. Die Berliner resignierten schließlich und das Spiel brachte keine nennenswerten Höhepunkte mehr In einem der schönsten (Urteil der damaligen Sportpresse) Spiele, die seit Austragung der Deutschen Meisterschaften stattgefunden hatten, bezwang somit die SpVgg Fürth ihren Gegner Hertha BSC Berlin mit 4:1 und war zum zweiten Male Deutscher Fußballmeister geworden.

Noch am Abend des Endspieles konnte man im damals erscheinenden 10-Pfennig- Blättchen "Sport am Sonntag" folgenden Vierzeiler lesen: Af die Färther; dou kannst baua, die spiel'n stets mit Schmiß und Schneid - geng die stärkste Fußballmannschaft, g'winna die doch jederzeit!!

 

Mit dem Titel Süddeutscher Pokalmeister konnte die SpVgg im gleichen Jahr einen weiteren, stolzen Erfolg an ihre Fahnen heften.

 

An beiden großen Erfolgen hatte der Trainer der Kleeblättler, Mr William "Will" Townley hauptsächlichen Anteil; er betreute die Mannschaft noch bis Oktober 1927. Wie bereits nach dem Gewinn der ersten Deutschen Fußballmeisterschaft im Jahre 1914 bereitete die Fürther Bevölkerung ihren "Helden" von Frankfurt auch diesmal wieder einen begeisternden Empfang. Bei der Ankunft am Fürther Hauptbahnhof, in den Straßen Fürths sowie bei dem Begrüßungsabend im legendären Geismannsaal, wo der damalige Oberbürgermeister Dr. Wild stürmisch umjubelt den Meister feierte, erreichte die Stimmung eine ungeahnte Höhe. Die Führung des ruhmreichen Vereins vom Ronhof lag im Meisterjahr 1926 in den bewährten Händen des 1. Vorsitzenden Baurat Heinz Ludwig Kraus, 2. Vorsitzender Hans Höfer und 3. Vorsitzender Emil Seewald; diese waren in der im Januar des gleichen Jahres stattgefundenen Generalversammlung gewählt worden.