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Unter diesen Vorzeichen starten wir, gecher neina, voller Optimismus vom Laubenweg aus Richtung Hauptstadt.


Weihnachtsmarkt Wittenberg

Auf bekannter Piste überqueren wir, um elfa rum, die ehemalige Zonengrenze und machen am Rasthof Hermsdorf die erste MFP. Nach einer weiteren Stunde auf der A9 verlassen wir die Schnellstraße an der Ausfahrt Coswig, um zum Weihnachtsmarkt in der Lutherstadt Wittenberg zu gelangen.

Unsere beiden Chauffeure entlassen uns am Rande der Altstadt aus der Blechkiste, nun bleiben uns zwei Stunden, um Glühwein und andere Spezialitäten zu genießen, was wir auch ausgiebig tun. 
Kurz vor der Weiterfahrt entdecken wir einen, uns von der Färdder Kärwa bestens bekannten, Wurststand und versorgen uns mit zwei Stangen köstlicher Knoblauchsalami. Pünktlich um 15.30 Uhr ist Abfahrt und auf der schnurgeraden B2 fahren wir nordwärts.

Bei, erstaunlicherweise, mäßigem Verkehr erreichen wir den Berliner Ring. Noch etwa 40 Kilometer Richtung Osten und schon zweigen wir am Schönefelder Kreuz ab Richtung Köpenick. Der Lidlparkplatz ist wieder für die Gäste reserviert. Der Fußweg entlang der Wuhle ist neuerdings beleuchtet, die Securities sind gründlich und recht freundlich. Die Wurst vom Holzkohlegrill schmeckt wieder mal vorzüglich. Etwa 200 Fürther Anhänger bevölkern den Gästeblock. Die Stimmung in der Alten Försterei ist wie immer bombastisch, fantastisch, phänomenal.


Glücksbringerin

Zum Spiel:

 

Tapfer wehrt sich unsere ersatzgeschwächte Mannschaft und mit dem 0:0 zur Pause können wir gut leben.

In Hälfte zwei überschlagen sich zunächst die Ereignisse. Nach einem Abspielfehler der Unioner versagt Bolly vor dem leeren Tor und setzt den Ball daneben. Beim anschließenden Gegenangriff vergeben die Hauptstädter eine tausendprozentige. In der 65. Spielminute, nach einer Freistoßflanke und folgendem Kopfball, geraten unsere Idole in Rückstand.

Zehn Minuten vor Spielende schaffen sie doch noch den letztendlich verdienten Ausgleich, auch durch die unfreiwillige Hilfe von Bibiana, der Polizistin aus Hannover. Ein Freistoß irrt im Strafraum umher, prallt vom Allerwertesten der Spielleiterin ab und fällt Dursun vor die Füße, der dankend zum 1:1 annimmt. Die letzten Minuten sind geprägt vom Abwehrkampf, bis nach fünfminütiger Verlängerung endlich der erlösende Schlusspfiff ertönt.

Unsere Jungs holen sich, völlig erschöpft, den verdienten Applaus am Zaun ab.

Mittlerweile sind wir ziemlich durchgefroren und sehnen uns nach dem warmen Bus. Ein paar Wildpinkler begießen noch die Weihnachtsbäume, die neben dem Busparkplatz zum Verkauf stehen, dann geht`s ab Richtung Heimat. Schnell sind wir über den Berliner Ring auf der A9. Die Stimmung im Bus ist entspannt und nach einigen Diskussionen unter den anwesenden „Trainern“ kehrt Ruhe ein. Die beiden Oberpfälzer Moosbüffel jagen den 50-Sitzer über die A9 gen Süden. Nur eine ganz kurze Pause noch und um 01.50 Uhr lenkt der Dosdn die Blechkiste an der Ausfahrt Ronhof in unsere geliebte KLEEBLATTSTADT.

Von Sheriffs beobachtet, kratzen wir bei drei Grad im Minus die Scheiben unserer Pkws frei, daheim angekommen sinken wir ziemlich erledigt, uma halber dreia, in unsere Koje. Danke, gut Nacht und a schäins Fest.

 

Fred und Fredin                                         Treu Fürth                                                   Bilder 

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