Suvill woarn scho dou

 
 
 
 
 

Nexdes Heimschbiel

 

Sonntag, 01. November

 

13.30 Uhr

 

HANNOVER 96


Nexdes

Auswärzschbiel

 

Samstag, 07. November

 

13.00 Uhr

VfL BOCHUM



Alle Informationen zu den Auswärtsfahrten findet Ihr auf der Seite Underwegs

Neun geschossene Tore in den beiden letzten Spielen, lassen unseren Fan-Klub am Montag den 25.November  erwartungsfroh in die Hauptstadt des Freistaates zu den Giesinger Löwen nach MÜNCHEN fahren.

Etwas verspätet kommen wir um 16.15 Uhr vom Laubenweg weg, denn nicht alle Mitreisenden sind pünktlich zur Stelle und Drei, die gebucht haben, lassen sich überhaupt nicht blicken.

Somit greifen wir die zweitkürzeste Auswärtsfahrt mit 34 Insassen an, im Reisebus ist es angenehm warm, die Außentemperatur beträgt ein frisches Grädchen.  Unser Pilot, diesmal wieder der “Dorsdn“, versucht dem Theater „An den Rampen“  dadurch zu entgehen, dass er die Südwest-Tangente benutzt. Aber das Ergebnis ist dasselbe wie immer: abends aus dieser komischen Stadt im Osten raus zu kommen ist halt eine Geduldsprobe und gegen 17 Uhr biegen wir am Dreieck Feucht auf die A9 Richtung Süden ab.

Draußen ist es mittlerweile „stockdunkel“ und somit vertreiben wir uns die Zeit mit schnattern, lesen, dösen, essen und trinken. Etwa um 18.15 Uhr legen wir am Rasthof Holledau ein viertelstündliches Päuschen ein.

Gegen 19 Uhr können wir dieses aufgeblasene Schlauchboot, diesmal in blau leuchtend, rechter Hand erkennen. Unser Busdirigent aus der Oberpfalz, wie bekannt glühender 60er-Fan, bringt den 45-Sitzer zum riesigen, gähnend leeren Parkplatz im Norden der Schüssel, genialer Weise ist der Gästeblock im Süden. Mittlerweile ist das Thermometer unter den Gefrierpunkt gefallen, dick eingepackt machen wir uns auf den Weg zum Fußballtempel. Auf dem Bus-Parkplatz der Blau-weißen (an dem die Gästefans vorbei müssen) herrscht gähnende Leere und das eine Stunde vor Spielbeginn.

Von etlicher Bullerei beobachtet, haben wir nicht die geringsten Probleme, weder mit den Sheriffs  noch mit den sehr freundlichen Securitys, so ist das halt, wenn man sich halbwegs zivilisiert  benimmt.

Wir umrunden das halbe Stadion um zum Gästeblock zu gelangen, sind erstaunt ob der menschenleeren Zugangswege, demzufolge entfallen auch die sonst üblichen Pöbeleien der Oberbayern. Erfreulich im Block: keine großen Schwenkfahnen behindern die Sicht (das engmaschige Netz aber schon) und keiner zündelt. Dem Boykott sei Dank.

Etwa 800 Fürther sind unter den 15500 Zuschauern im nur spärlich besetzten Oval. Wie man hört, bräuchten die Giesinger 17000 Zahlende pro Heimspiel nur um die Miete für die Schüssel aufzubringen, aber macht nix, die haben ja einen Scheich, der mittlerweile schon 30 Milliönchen in dieses Fass ohne Boden gestopft haben soll.

Zum Spiel:

warum unsere  Jungs, obwohl die Tabellenführung  droht, so eine blutleere Vorstellung abliefern, wir wissen es nicht. Viele Fehlpässe, kaum Torschüsse und wieder mal hält unser Zerberus seine Mannschaft bis zum Pausentee im Spiel. In der Halbzeitpause beginnt es zu schneien.

Hälfte zwei startet turbulent: ein Lattentreffer und ein Abseitstor für die Blauen, ein fulminanter Direktschuss vom Mudri für die Orangenen. In der 56.Minute dann das 1:0 für die Hausherren, unhaltbar für unseren Hesl. Kurz darauf hämmert der Stiebi die Kugel an die Querlatte. Zweimal noch muss unser Torwart  eingreifen, dann ist Schluss. Mit mehr Mut im Angriff, gegen einen keinesfalls überragenden Gegner, wäre wesentlich mehr drin gewesen.

Ziemlich zerknirscht machen wir uns auf den schneebedeckten Rückweg zum eiskalten Bus. Problemlos erreichen wir die A9 und bei dichtem bis sehr dichtem Verkehr geht’s stockend Richtung Heimat. Die Stimmung in der rollenden Blechkiste ist, sagen wir mal, gedämpft.

Ohne Unterbrechung  erreichen wir nach acht Stunden und gut 300 Kilometern um 00.15 Uhr die Ausfahrt Poppenreuth in unserer geliebten KLEEBLATTSTADT.

Uns bleibt jetzt noch, bei eisigen Temperaturen, die Scheiben unserer Pkws freizukratzen und  man fragt sich dabei: warum tun wir uns das eigentlich an?

 

 

FRED

                                                                                                                                                     Bilder

Di Färdder