Bereits am Freitag, dem 18. September machen wir uns auf zu der Begegnung unserer Idole bei den Eisernen von

 

UNION BERLIN.

An zahllosen Flüchtlingen vorbei, erreichen wir gegen Mittag die Einfahrt Ronhof und Fred steuert unser Mobil zur A9 Richtung Norden. Bei dichtem Verkehr erwischt uns der erste Stau bei Bayreuth, der zweite, megalange, vor Weißenfels in der DDR. Fast eine Stunde brauchen wir für drei Kilometer, somit wird es fast 17.30 Uhr, bis wir den von uns ausgewählten Parkplatz der Burg Rabenstein unweit der Ausfahrt Klein Mahrzens erreichen.

Zahlreiche Pfadfinder, die laufend Zuwachs erhalten, bevölkern den Burgberg. Die ersten Trommeln dröhnen, die Gitarren werden ausgepackt. Uns schwant nichts Gutes und nachdem auch die Kneipe verschlossen ist, flüchten wir zehn Kilometer weiter zu dem am Ende einer Sackgasse gelegenen Sportgelände von Grün-weiß Niemegk. In der Kleinstadt am Rand des Naturparks „Hoher Fläming“ sind die Straßen verwaist. Nur ein einsamer „Verkaufsstand“ an der Hauptstraße ist geöffnet. Gegen 20.00 Uhr gehen wir zur einzig verbliebenen Kneipe „Altes Brauhaus“ und essen vorzüglich.

Nach einer etwas unruhigen Nacht fahren wir die restlichen knapp 100 Kilometer zum uns bestens bekannten Übernachtungsplatz im Industriedenkmal Altes Gaswerk Köpenick-Stellingdamm. Gegen Mittag latschen wir in die Innenstadt und erwerben, unter anderem, zu stolzen Preisen einige Edelbrände. Auf dem Rückweg zwingen uns heftige Regenschauer in mehrere Hauseingänge.

Tags darauf spazieren wir zum Rathaus Köpenick und schütteln dem Hauptmann die Hand. Gegen Mittag treffen wir am Parkplatz an der Wuhle auf unseren Fanklub, der mit ca. 35 Mann angereist ist. Bei der Einlasskontrolle sind die Securities sehr freundlich und die Verpflegung vom vermutlich letzten verbliebenen Holzkohlegrill in einem Bundesligastadion ist vorzüglich. Kurz vor Spielbeginn gehts uns mal wieder "eiskalt den Buckel nunter". Guggsdu!


Der Vorstand außer Rand und Band

 

 

 

 

Zum Spiel:

 

Nach einem spannenden, zum Teil aufregenden Spiel vor über 19000 Zuschauern, darunter etwa 300 Weiß-Grüne, gehen wir mit etwas Glück als 2:1 Sieger vom Platz.

Auf dem Rückweg lassen wir unsere Maskierung im Rucksack verschwinden und marschieren somit unbelästigt zwischen hunderten von Rot-Weisen die zwei Kilometer zu unserem rollenden Zuhause. Kurioserweise erwischt uns am gleichen Ort wie am Vortag ein kurzer Regenschauer. Auch hier leisten die bekannten Vordächer gute Dienste.

Gegen 16.30 Uhr sind wir wieder auf der A10, dem Berliner Ring. Kurz nach 17.00 Uhr wechseln wir am Dreieck Potsdam auf die A9 und passieren, zum Glück auf der Gegenfahrbahn, einen Megastau wegen eines brennenden Fahrzeuges. 60 Kilometer vor Leipzig fahren wir an der Ausfahrt Coswig ab zum uns bisher noch nicht bekannten WoMo-Stellplatz an der Elbe.

Nach einer ruhigen Nacht kommen wir gegen 8.30 Uhr weg und erreichen um 13 Uhr nach vier Tagen und 961 Kilometern an der Ausfahrt Ronhof unsere geliebte KLEEBLATTSTADT.

 

Fred + Fredin                                                                                                                Bilder